Kudritzki

Fleischerei seit 1949

Unsere Historie: ein Familienbetrieb im Wandel

die 30er Jahre & Ur-Großvater Carl Kudritzki

Lars-Jürgen Kudritzkis Ur-Großvater Carl Kudritzki war Müllermeister und Pächter der Wrestedter Mühle und damit bereit im Lebensmittelhandwerk tätig. Er errichtete in den 30er Jahren ein Wohn-und Geschäftshaus zum Betrieb einer Fleischerei in der Bahnhofstraße 23. Nach Fertigstellung 1933 führte ein angestellter Fleischer die neue Fleischerei. Der Kern des Altbaus existiert noch heute, denn der Firmensitz befindet sich noch immer am selben Ort (auf dem Foto rechts ist die alte Mühle in Wrestedt zu sehen, Carl in hell mit Hand auf dem Rücken)

Die Anfänge: die 40/50er Jahre & Großvater Helmut Kudritzki

Carl Kudritzkis Sohn Helmut erlernte den Fleischerberuf als erster aus der Familie. Noch während des Krieges heiratete er in Heiligenstadt und als erstes von drei Kindern erblickte Sohn Jürgen 1944 das Licht der Welt.

Als Fleischermeister übernahm Helmut Kudritzki 1949 den Fleischereibetrieb in Wrestedt. Das Jahr 1949 sieht die Familie Kudritzki daher als Gründungsjahr des heutigen Unternehmens.

Heute schwer vorstellbar: In den Anfängen wurden in erster Linie Dauerwurst und Konserven im Ladengeschäft vorgehalten. Eine moderne Kühltechnik existierte nicht. Daher waren große Tresen und Ladengeschäfte in der heutigen Form nicht möglich.

Die 50/60er Jahre: erste Vergrößerung im Familienbetrieb

Sohn Jürgen, der ebenfalls den Fleischerberuf erlernt hatte, bestand 1967 seine Meisterprüfung. Auch Schwester Ulla arbeitete als Verkäuferin in der Fleischerei Kudritzki. Das Titelbild zeigt Elisabeth Kudritzki und Ulla Ende der 60er Jahre im damaligen Ladengeschäft.

Handwerksbetriebe und familiengeführte Geschäfte prägten (wie noch bis Anfang der 80er Jahre) das Ortsbild in Wrestedt. Fleischereien - wie auch die in Wrestedt -  waren der erste Anlaufpunkt für den Sonntagsbraten, aber auch den täglichen Bedarf an Fleisch - und Wurstwaren. Fleisch war für viele damals ein besonderes, hochwertiges Essen und Fleischereien befanden sich wie ganz Deutschland im "Wirtschaftswunder" im Aufschwung (Bild oben : Familie Kudritzki beim Ball des Fleischerhandwerks). Erste Aufstockungen und Umbauten, denen noch einige folgen sollten, vergrößerten den Betrieb.

 

70er /80er Jahre: die 2.Generation Fleischermeister: Jürgen Kudritzki

Jürgen Kudritzki übernahm 1971 den Betrieb. Modernisierungen in der Produktion und der weitere Ausbau des Ladengeschäftes machten die Fleischerei zu einem modernen Betrieb und standen viele Jahre im Mittelpunkt. Beliefert wurden auch zahlreiche Gaststätten: Damals gab es auch diese noch in jedem Dorf. Anfangs betrieb Kudritzki sogar in Stederdorf eine kleine Filiale: Damals war man noch nicht so mobil und viele Frauen besaßen weder Führerschein noch Auto, um Einkäufe zu erledigen.

Ehefrau Melitta, von Anfang an dabei, arbeitete jahrzehntelang im Verkauf und ist vielen Kunden gut bekannt. In den 70er Jahren wurde bei fast allen Familien täglich "richtig" gekocht. Supermärkte und Discounter waren noch kein Thema. Hausmacher Wurstwaren waren die Regel und nicht die Ausnahme: im Landkreis und Kreisstadt arbeiteten noch diverse handwerklich arbeitende Fleischereien mit großem Erfolg.

Um sich auch Kunden über Wrestedt hinaus zu erschließen, investíerte Jürgen Kudritzki Anfang der 80er Jahre in einen erste Marktwagen für den Uelzener Wochenmarkt wurde angeschafft. Die Fleischerei Kudritzki ist damit einer der traditionsreichsten Marktbeschicker, schon lange bevor es den heutigen "Vitalmarkt" in Uelzen gab.

Auch im Bereich Partyservice war Kudritzki einer der ersten Anbieter in der Region. In den 70er und 80er Jahren wurde noch gefeiert: Mett-Igel, deftiger Kartoffel-und Nudelsalat oder Burgunderbraten durften nicht fehlen. Nährwert oder Allergene interessierten niemanden. Vom klassischen "Bratenservice" und belegten Brötchen bis zu ausschweifenden Familienfeiern: Kudritzki war im Landkreis damals schon ein bekannter Name für gutes Essen.  

90er und 2000er: Die 3. Generation - Lars-Jürgen Kudritzki

Das Ladengeschäft wurde nochmals umgebaut und erhielt eine moderne geschwungene Theke. Fortan waren die Firmenfarben weiß-grün und das Logo mit seiner geschwungenen Welle markanter "Hingucker". Neben dem Partyservice etablierte Jürgen Kudritzki die "Wrestedter Marktscheune" als stimmungsvollen Veranstaltungsraum für viele Feiern über mehrere Jahre. Lars-Jürgen Kudritzki half mit 14 Jahren zum ersten Mal beim Partyservice und absolvierte später seine 2 jährige Fleischerlehre in Bienenbüttel bei Graefke und im elterlichen Betrieb. Nach dem Grundwehrdienst nahm er kurz nach seinem 23. Geburtstag seine Meisterurkunde in Hamburg entgegen.

Um "über den Tellerrand zu schauen", sammelte Lars einige Jahre Erfahrung als Abteilungsleiter bei einem großen Einzelhandelskonzern u.a. in Bochum und Bielefeld, bevor er 2006 in den elterlichen Betrieb zurückkehrte. Am 01.07.2009 übernahm er diesen von seinem Vater Jürgen. Lars verbindet Tradition mit Zeitgeist und etabliert sich die nächsten Jahre auch im Event-Catering für anspruchsvolle Kunden. Als Grill-Fan baut er professionell den Bereich der Grillbuffets auch für mehrere Hundert Gäste aus. Das Marktgeschäft wird um den Wochenmarkt in Suderburg erweitert.

Im Herbst 2016 wechselt Ehefrau Alexandra Kudritzki, zuvor Juristin bei verschiedenen Großkonzernen, in den Familienbetrieb und kümmert sich um alle kaufmännischen Themen, Marketing sowie die Akquise. Ende 2016 erhält der Betrieb mit einem neuen Logo und neuen Farben einen neuen Akzent und eine selbstbewusste, zeitgemäße Optik. Die Fleischerei Kudritzki erhält 2017 und 2018 mehrere Auszeichnungen bei Qualitätswettbewerben des Fleischerverbandes NRW und untermauert damit ihren Anspruch an handwerklich herausragende Qualität.

Um Fleisch als hochwertiges Lebensmittel wieder mehr in den Fokus zu rücken und weitere Techniken und moderne Zuschnitte zu erlernen, legt Lars Kudritzki im Juni 2018 in Landshut an der 1. Bayerischen Fleischerschule die Prüfung zum Fleischsommelier ab. Seit 2018 ist er Mitglied im Verein Südheide genießen - regionale Vielfalt e.V. und bezieht über diesen Weiderinder aus artgerechter Haltung aus Naturschutzgebieten aus dem Nachbarlandkreis.